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| Das Unterrichtsangebot einer Waldorfschule in Ausschnitten: |
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Fremdsprachen
- In der Regel wird in Waldorfschulen ab der 1. Klasse Englisch und Französisch – in manchen Schulen auch alternativ Russisch - unterrichtet, in der 9. Klasse kommt dann an einigen Waldorfschulen Latein dazu, das ab der 10. Klasse alternativ zu Französisch als 2. Fremdsprache gelernt wird. An der Waldorfschule Engstingen beginnen die Kinder mit Englisch als erste Fremdsprache und Wahlweise Russisch oder Französisch als zweite Fremdsprache. Der Sprachunterricht nach waldorfpädagogischer Methode arbeitet mit Elementen, die sowohl im Erlernen der Muttersprache zu finden sind als auch in den Prozessen, die ein Mensch durchmacht, welcher sich unvorbereitet in eine ihm fremde Sprachwelt hineingestellt sieht. Beide, das Kleinkind und der Mensch in der Fremde, bieten bedeutend vielfältigere Seelenkräfte zum Spracherwerb auf als jemand, der Lektionen aus einem Lehrbuch lernt oder im Sprachlabor übt.
Kunst
- Aufgabe dieses Faches ist es, Interesse und Verständnis für Kunst zu wecken. Dabei geht es vor allem darum, im Umgang mit der Kunst bestimmte seelische Fähigkeiten zu üben und zu entwickeln. Es sind hier - alle vier Klassenstufen der Oberstufe übergreifend - vor allem drei Aspekte hervorzugeben.
- 1. Sensibilisierung der Sinnenswahrnehmungen, Schulung intensiveren, wacheren und bewussteren Sehens und Hörens
- 2. Bilden des ästhetischen Urteilsvermögens im Umgang mit den Raum- und Zeitkünsten. Schulung eines verfeinerten und differenzierteren Wahrnehmens von Qualitäten
- 3. Kennen- und Verstehenlernen kunst- und kulturgeschichtlicher Entwicklungsschritte und deren Zusammenhang mit dem bewusstseinsgeschichtlichen Entwicklungsgang der Menschheit.
Eurythmie
- wird als eigenständiges Kunstgebiet an der Waldorfschule von Klasse 1 - 12 unterrichtet. Sie hat die Aufgabe, den rhythmischen Entwicklungsprozessen des Heranwachsenden begleitend zur Seite zu stehen. Eurythmie ist die in Sichtbarkeit gebrachte „innere Bewegung" der Sprache / Musik, die man beim Hören von Dichtung und Musik wahrnehmen kann.
Gartenbau
- Hier wird den Jugendlichen der Umgang mit dem Boden und den Pflanzen nahegebracht, wobei diese Arbeit als intensiv und durchaus Mühe bereitend erlebt wird. Vor allem wird in dieser praktischen Erfahrung im Umgang mit der Natur- und Kulturlandschaft das Beobachtungsvermögen an der Umwelt, das Erkennen von Zusammenhängen, Sorgfalt und Durchhaltevermögen geschult.
Künstlerisch - praktischer Unterricht
- Alle Bereiche - Werkstatt, (z. B., Plastizieren, Tischlern, Töpfern) Handarbeit, (z. B. Spinnen und Weben), Korbflechten, Buchbinden und Schmieden - fordern von dem Schüler ein konkretes und sehr differenziertes Eingehen auf die Welt. Jeder dieser Bereiche hat eigene Qualitäten, die der Schüler genau zu unterscheiden lernt und hierdurch eine verfeinerte Empfindung bei sich wahrnehmen kann. Jeder Arbeitsgang muss vom Schüler in der Tätigkeit beurteilt und ggf. korrigiert werden, damit er die Arbeit nicht verdirbt. Es wird nicht nur über die Dinge gesprochen, sondern der Schüler erlebt sich durch die Tätigkeit mit der Welt verbunden.
Vertiefungsfach
- In der Oberstufe setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Planungs-, Fertigungs- und Gestaltungsfragen auseinander.
Handwerk- und Technologieunterricht
- Der hohe Anspruch, den die Gesellschaft an die Entwicklung und Ausbildung junger Menschen und damit an die Schulen stellt, liegt im Umgang mit den Neuerungen des Informationszeitalters. Damit kann nicht gemeint sein, dass sich Pädagogen nach der Entwicklung in Industrie und Wissenschaft zu richten haben. Das Leben soll aber in die Schulen hineingetragen werden. Viele Schulen bieten Informatikunterricht und praktische Computerkunde an (s. bei jeder Einzelschule).
Oberstufe
- Oberstufe (Klasse 9 - 12) Die pädagogische und soziale Betreuung der Schüler übernehmen in der Oberstufe zwei Klassenbetreuer. Das Prinzip des Epochenunterrichtes wird beibehalten, er wird nun allerdings von Fachlehrern erteilt: In den ersten zwei Stunden wechseln sich Deutsch, Geschichte, Mathematik, die Naturwissenschaften und Kunstgeschichte in drei- bis vierwöchigen Epochen ab. Während der 12. Klasse sind außer handwerklich - künstlerischen Unterricht Projektarbeiten sowie Praktika, Jahresarbeiten und eine Kunstreise, die Vorbereitung auf die Abschlußprüfungen der mittleren Reife und Fachhochschulreife wesentlicher Inhalt. Das Abitur findet in der 13. Klasse statt.
Religionsunterricht
- An der Engstinger Waldorfschule werden in der Regel verschiedene Religionsunterrichte gegeben: der evangelische Unterricht, der freie christliche Religionsunterricht und der Unterricht der Christengemeinschaft. Es ist ein Anliegen der Waldorfschule, jedem Kind eine religiöse Erziehung zu ermöglichen, die den unterschiedlichen Formen der Religionsausübung in Freiheit Rechnung trägt. So bietet die Schule einerseits den sogenannten "freien christlichen Religionsunterricht" an, andererseits ermöglicht sie den konfessionellen Kirchen und auch der Christengemeinschaft, ihren eigenen Religionsunterricht zu erteilen. Zu Beginn jedes 1. Schuljahres finden Informationsabende und Gespräche zu diesem Thema statt.
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| Russisch |
Warum lernen wir in der Waldorfschule Russisch?
» Info Russisch

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| Werkunterricht |
Der Werkunterricht in der Mittelstufe
» Info Werken

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| Handarbeitsunterricht |
Warum Handarbeit an der Waldorfschule
» Info Handarbeit

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